Hesse Museum zeigt: Hermann Hesse und Theodor Heuss.

Eine freundschaftliche Beziehung in wechselhaften Zeiten…

Das Hesse Museum Gaienhofen zeigt momentan die Sonderausstellung „Hermann Hesse und Theodor Heuss. Eine freundschaftliche Beziehung in wechselhaften Zeiten“. Da das Museum aufgrund der Corona-Auflagen erst am 9. Mai öffnen konnte wird diese Ausstellung verlängert bis 6. September 2020 und kann Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Führungen und Veranstaltungen finden momentan noch nicht statt. Das Museum ist nur mit einem Mund-Nasen-Schutz betretbar, während des Aufenthaltes gilt die Einhaltung der Abstandsregel von mindestens 1,5 m.

Wie kaum ein anderer deutscher Politiker war Theodor Heuss (1884 – 1963) auch ein Mann der Literatur. Er fungierte u.a. als Redakteur, Kritiker, Lektor und Herausgeber. So kam es auch zum ersten Kontakt mit dem Schriftsteller Hermann Hesse (1877 – 1962): Hesse schrieb und Heuss rezensierte. Die Geschichte der über fünfzigjährigen Freundschaft reichte von den frühen beruflichen Kontakten bis zu den späten Begegnungen zwischen dem Nobelpreisträger und dem deutschen Bundespräsidenten.

In der Ausstellung dokumentieren Briefe, Fotos, Buchpublikationen, Rezensionen und die gemeinsame Arbeit an der politisch-literarischen Zeitschrift „März“ die Entwicklung dieser Beziehung, die im Kaiserreich begann, die NS-Zeit überdauerte und dann in die Nachkriegszeit mündete. Ergänzt wird die Ausstellung mit Zeichnungen und Aquarellen der beiden Protagonisten, die auch künstlerische Interessen teilten. In enger Zusammenarbeit mit dem Familienarchiv Heuss, Basel, und mit der Fondazione Hermann Hesse Montagnola wird die von dort übernommene Ausstellung für das Hesse Museum Gaienhofen modifiziert und erweitert. „Hermann Hesse und Theodor Heuss.

Weitere Informationen sind beim Hesse Museum Gaienhofen erhältlich, Tel.: +49/(0)7735 / 440949, www.hesse-museum-gaienhofen.de, hesse-museum@gaienhofen.de.

Foto: Hesse und Heuss 1957 in Sils Maria, Familienarchiv Heuss, Basel