Singen: Festungsruine HOHENTWIEL

Der Weg hinauf ist wieder sicher…

„Es war eine große Herausforderung für alle Beteiligten, doch Dank guter Abstimmung ist es geschafft.
Die Zuwegung ist abgesichert und der schöne Ausblick über den Hegau wieder für jedermann erlebbar“, so Thomas Steier, Leiter des Konstanzer Amtes vom Landesbetrieb Vermögen und Bau, anlässlich eines Pressetermins auf der Ruine.

Die Burgruine Hohentwiel ist nach dem erfolgreichen Abschluss der Fels-Sicherungsmaßnahmen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Seit dem 11. Juli 2020 können die Besucher die Festung wieder erklimmen, das Monument erleben und die fantastische Aussicht genießen. Zuvor war der Zugangsweg über ein Jahr lang aufgrund eines Steinschlagereignisses im April letzten Jahres aus Sicherheitsgründen gesperrt. Nachdem die Baustelle zur Sicherung und Beräumung durch zahlreiche weitere Felsabgänge mehrfach aus dem Zeitplan geraten ist, konnten nun alle Arbeiten abgeschlossen werden. Nach Behebung der letzten Mängel erfolgte aktuell die Schlussabnahme durch das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB). Somit konnte die erfolgreiche Fertigstellung der Sicherungsarbeiten vermeldet und die Ruine zur Begehung freigeben werden.

Mit erfolgsentscheidend war die gute Abstimmung aller Beteiligten. Hierfür gebührt der Stadt Singen, dem LGRB, dem Denkmalschutz- und der Naturschutzverwaltung großer Dank. Nur in einem guten Miteinander konnten die verschiedenen Interessen abgewogen und die notwendigen Entscheidungen für den Umfang und die Dauer der Arbeiten getroffen werden.

Die Felssicherungs- und Abräumarbeiten wurden von Spezialisten „am Seil“ und damit in Bergsteigermanier durchgeführt. Letztlich wurden 26 Felsnägel, ein Stahldrahtgeflecht mit ca. 180 m² Fläche, verschiedene Umgürtungen von Felsen mit Stahlseiltrossen und ein Geröllfangzaun mit ca. 22 m Länge verbaut. Zur Qualitätssicherung wurden Ankerzugmessungen durchgeführt und protokolliert. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt rund 200.000 €. Projektleitung und Gesamtkoordination oblagen dem Landesbetrieb Vermögen und Bau – Amt Konstanz, Frau Ela Dünkelsbühler und Herrn Maikel Poros.
Die Felssicherung an der Zuwegung zum oberen Festungsbereich ist zwar abgeschlossen, doch der Hohentwiel bleibt Daueraufgabe für den Landesbetrieb Vermögen und Bau. Nach einem erstellten Konzept wird ab 2021 die Sanierung der Ruinenmauern fortgeführt. Das Land kommt damit seiner Aufgabe zum Erhalt dieses Denkmals und seiner Erlebbarkeit weiter nach.

Weitere Informationen zum Monument bietet auch das Internetportal der Staatlichen Schlösser und Gärten unter
http://www.festungsruine-hohentwiel.de

Text: (c) Landesbetrieb Vermögen und Bau – Amt Konstanz, Fotos: (c) Roswitha Bosch, TV3

Bild 1: Eingang zur Festung Hohentwiel/ Singen
Bild 2: Dr. Birgit Rückert (Staatl. Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Schlossverwaltung Salem)
Bild 3: Die Felswand, die gesichert werden musste
Bild 4: Eine Frau mit ihrem Kind etwa an der Stelle, wo die Felsabgänge erfolgten
Bild 5: 26 Felsnägel wurden am Seil hängend mit schwerem Gerät in Bergsteiger-Manier verbaut
Bild 6: (v. li.): Dr. Birgit Rückert, Roland Frank (Kultur- und Tourismus Singen), Ela Dünkelsbühler (Landesbetrieb Vermögen und Bau – Amt Konstanz und Oberbürgermeister Bernd Häusler (Singen)
Bild 7: Thomas Steier, Leiter des Konstanzer Amtes vom Landesbetrieb Vermögen und Bau
Bild 8: Ela von Dünkelsbührer mit Oberbürgermeister Bernd Häusler

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